Der NABU Eriskirch-Meckenbeuren lädt zur Kinderaktion im Juni 2026 ein.
Thema: Wildkräuterseife und Wildkräuterbutter
Wir wollen diesmal die heimischen Wildkräuter entdecken und sammeln.
Nicht nur Löwenzahn und Gänseblümchen sind essbar und verwendbar auch Giersch, Knoblauchrauke und Vogelmiere sind gesund und lassen sich in der Küche
verarbeiten.
Nach dem Sammeln stellen wir erst die Seife (Knetseife, ohne Seifensieden) und anschließend eine leckere Kräuterbutter her. Einen Teil der Butter verkosten wir
gleich mit
frischen Baguette vor Ort. Beides darf von den Kindern auch mit nach Hause genommen werden.
Zielgruppe: Kinder im Grundschulalter, max. Teilnehmeranzahl 12 Kinder
Datum: 19.06.2026, 15Uhr bis ca. 17Uhr
Ort: Wanderparkplatz am Gunterbach (Ecke Zanderweg), 88074 Meckenbeuren
Anmeldung: Per E-Mail bitte an [email protected], die
Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich.
Die Aktion ist kostenfrei, eine Spende ist willkommen. Die Veranstaltung
findet bei überwiegend trockener Witterung statt.
Text: T. Clemens, Foto: NABU, S. Hennings
Wir untersuchten diesmal mit Keschern, Lupenbechern und Gummistiefeln das vielfältige Leben in der Schussen bei Dillmannshof. Fast unter jedem Stein fanden sich Tiere wie Köcherfliegenlarven, Wasser-skorpione, Bachflohkrebse und Strudelwürmer.
Ein ausführlicher Bericht folgt in Kürze.
Zum Einstieg gab es eine "Schätzrunde". Die Kinder lernten dabei, dass der größte Teil des Wassers auf der Erde salzig ist (fast 98%) und dass nur der kleinste Teil des
Süßwassers in Seen, Flüssen und Bächen gespeichert ist (den weitaus größeren Teil bilden Grundwasser und Eis).
Und um das kostbare gut Trinkwasser sauber zuhalten haben wir zur Demonstration eine kleine Minikläranlage gebaut. Hier kommen nur natürliche Materialien zum
Einsatz. Mit Hilfe von Kies, Sand und Aktivkohle wurde ein Schichtfilter gefüllt. Und dann wurde es spannend,
kann mit Erde gemischtes Wasser damit sauber gefiltert werden? Ja, es geht. Die Minikläranlage kann kein Trinkwasser liefern, aber den Reinigungseffekt der Gesteinsschichten zeigen. Dann wurde
weiter mit eingefärbtem (Lebensmittelfarbe) und Salzwasser getestet. Das schafft die kleine Kläranlage leider nicht, um so anschaulicher war es für die Kinder wie schützenswert unser Wasser ist.
Das Spiel Wasserwächter und ein Besuch am Teich rundeten den Nachmittag ab. Am Teich konnten die Kinder sehen wie wichtig auch Pflanzen für hohe Wasserqualität
sind und das Wasser für viele Tierarten Lebensraum bietet.
Schön war's.
Fotos *) und Text: T. Clemens
Bei kühlem aber schönen Wetter sind wir in den Brugger Wald aufgebrochen um Spuren der Waldgeister zu suchen. Zunächst habe alle Kinder von Ihren Vorstellungen über Waldgeister erzählt. Das war schön zu hören, wie vielfältig die Waldgeister wohl sind, von riesig bis winzig, von gutmütig bis frech und listig. Wir haben uns auch Gedanken gemacht, warum Waldgeister heute leider keine große Rolle mehr spielen - logisch - weil wir viel zu wenig Zeit im Wald verbringen!
Nach einer Geschichte über Baumgeister aus der griechischen Mythologie (Dryaden) haben die Kinder super kreativ mit Naturmaterialien eigene Baumgeister hergestellt. Bei
Geschichten um den Loschi (aus dem slawischen Raum), den Kodamas (aus Japan), der Huldra (aus Skandinavien) und dem
Moosweiblein (aus Deutschland) konnten wir gut nachempfinden, wie bedeutend der Wald und seine Bewohner für die Menschen früher war.
Judith und Theresa zeigten Fundstücke aus dem Wald (besonders schön geformte Wurzeln, Steine mit Gesichtern und ein Rehschädel), die für uns heute Spuren der
Waldgeister sein können.
Und dann wurde natürlich noch gespielt - Baumfühlen und Verstecken geht im Wald einfach am besten!
Fotos *) und Text: T. Clemens
Bei schon warmen Sonnenstrahlen haben wir im Februar mal so richtig "losgematscht" und uns auf den Frühling gefreut. In Eimern und Schüsseln durfte jeder/jede mal ein bisschen Pulpe mixen, also eingeweichte Papierschnipsel, die wurden dann noch durch Naturpigment gefärbt.
Schon ging's los mit dem Schöpfen der ersten Lage des Samenpapiers. Dann wurde Saatgut heimischer Blumen und Kräuter aufgestreut, z.B.
Wiesensalbei, Kartäusernelke, Witwenblume. Mit dem Löffel oder gleich mit den Händen kam noch die zweite Schicht Pulpe dazu. Anschließend wurde soviel wie möglich Wasser mittels Pressen und
Auswellen zwischen Handtüchern aufgefangen. Auch mit Förmchen ergaben sich schöne Ergebnisse.
Wesentlich trockner war anschließend die Herstellung von Samenkugeln. Mit fein gemahlener Tonerde (gibt es als Heilerde in der Drogerie), Blumenerde, Saatgut und etwas Wasser
lässt sich ein Brei kneten, der dann zu Kugeln geformt wurde. Das ging fix und somit blieb noch Zeit für Kekse und einen kurzen Ausflug zum Spielplatz.
Vielen Dank an dieser Stelle an den Arbeitskreis Umwelt Ailingen für das hochwertige Saatgut.
Fotos *) und Text: T. Clemens
Das Thema lautete im Januar Knopsen - Kinderstuben für Blüten und Früchte.
Als kleine Gruppe unternahmen wir zu erst einen Abstecher ins das Meckenbeurener Ried. Trotz kühlen Temperaturen begleiteten uns ein paar
Sonnenstrahlen und die ersten Baumknopsen, die uns begegneten, waren Haselnüsse. Gleich gefolgt von Erle, Kastanie und Vogelkirsche. Die dicken großen Knospen der Pappeln hingen
leider zu weit oben, dafür
konnten wir unter dem Laub auf dem Boden Triebe des giften Aronstabs entdecken und einen ersten Marienkäfer.
Zurück im Gruppenraum formten die Kinder Tonblöcke in passenden Pappumrandungen. Dann wurden die schönsten Fundstücke in den Ton gedrückt und
wieder entfernt. Das
Gipsanrühren und Gießen erledigten alle Kinder mit Bravour im Handumdrehen.
Zum Schluss überbrückten wir die Zeit des Aushärtens mit kleinen fast philosophischen Natur-Fragen (Buchtipp: Antje Damm "Was wird aus uns? Nachdenken über die Natur"). Die kleinen Kunstwerke zeigen uns, dass die Bäume bereits im Winter damit beschäftigt sind für das erste Grün und Blüten im Frühjahr zu sorgen.
Fotos *) und Text: T. Clemens
Unsere Kinderaktion im Dezember hatte das Thema Fackeln und Feuer.
Mit den Kinder trafen wir uns auf der Tipi-Wiese der Naturwerkstatt Bodensee bei Ettenkirch.
Bei schönstem Wetter konnten wir direkt einen Buntspecht im Geäst entdecken, bevor die Kinder selbst in die schönen alten Obstbäume kraxelten.
Im Tipi wurde dann Feuer entzündet, und jeder der mochte durfte mal üben, wie man Zündhölzer verwendet.
Beim Fackelnbauen galt es zunächst eine passende Stoffbahn (nur Naturfasern/Baumwolle) zurecht zu schneiden und Kerzenwachsreste in wirklich kleine Krümel zu klopfen (ganz schön anstrengend). Dann wurde jeweils alles zusammen um einen frischen dicken Weidenast gewickelt und mit wenig Draht fixiert. Die Kinder konnten so erleben, dass schon viel Arbeit drinsteckt die dunkle Jahreszeit zu erhellen, wenn kein Lichtschalter oder elektrischer Strom in der Nähe sind.
Gemütlich wurde es dann beim Stockbrot machen, was ganz prima schmeckte. Schön war es mit den Kindern ganz einfach und natürlich das Jahr ausklingen zu lassen.
Bericht und Fotos *): T. Clemens; Tipi von außen: S. Koß
Diesmal waren wir ein kleine aber tapfere Truppe. Trotz windigem Schneeregen haben wir gemeinsam auf einer kleinen Blühfläche in Oberteuringen eine Käferburg mit Käferkeller angelegt.
Nachdem wir die lehmig-nasse Erde ausgehoben hatten, füllten wir in die entstandene ca. 40cm tiefe und knapp 1m breite Vertiefung Sand als Drainage. Denn wenn es
mal stark regnet sollte der Käferkeller nicht allzu lang nass sein.
In den Sand konnten wir dann große Stammstücke und Äste vom Birnbaum-, Kirschbaum und Buchenholz stecken (alle Laubgehölze sind geeignet - Eiche ist perfekt). Dazu kamen
Holunderäste und große Brombeerstecken.
Das Grundgerüst wurde dann mit sehr kleinem Holzschnitt stabilisiert und unten befüllt. Anschließend haben die Kinder noch Rindenmulch als "Dämmmaterial" ein-
bzw. aufgefüllt. Somit startet der Verrottungsvorgang und für Käferlarven gibt es eine tolle geschützte
Kinderstube mit Versteck und Futter.
Als Begrenzung wurden zu guter Letzt Steine drumrumgelegt. Um der Kälte etwas zu trotzen konnten wir uns dann bei Punsch und Keksen etwas aufwärmen
Danke liebe Kinder, dass ihr trotz der widrigen Umstände einen wertvollen Lebensraum für unsere heimische Käferwelt geschaffen habt.
Bericht und Fotos *): T. Clemens
Anbei wieder ein paar Bilder von unserer Herbstaktion.
Diesmal haben wir in etwas kleinerer Runde die urige Grillhütte bei Eriskirch genutzt. Mit
nur 3 Zutaten (Eier, Leinöl, Wasser) sowie mit Mineral- und Erdpigmentfarben sind wir gleich bunt ins Thema eingestiegen. Nach Schütteln und Rühren habt ihr Papp-Mäuse und
-Frösche fleißig, kreativ und natürlich farbenfroh gestaltet.
Mit diesen Tarntieren ging es dann in den Wald für ein Suchspiel. Wir haben gestaunt was ihr für Adleraugen habt - trotz der wirklich guten Tarnung im
herbstlichen Laub wurden alle
Tiere wiedergefunden.
Auch habt ihr mit Eichel-, Ahorn und Buchenblättern schöne Drucke hergestellt und wir konnten feststellen, dass auch Farnwedel und Fichtennadeln tolle Effekte ergeben. Ein schönes Spiel für
zwischendurch war das Waldmemory - die Waldfundstücke auf dem
Baumstumpf habt ihr euch super eingeprägt!
Judith hatte gleich zu Beginn fürs Feuer gesorgt, was auch ihr gut in Schach gehalten habt und so konnten wir zum Schluss Punsch und Kekse genießen - schön war's!
Bericht und Fotos *): T. Clemens
Anbei ein paar Bilder von unserer Werkel-Aktion "Wildbienen-Nisthilfen bauen". Es hat uns gefreut, dass ihr so selbstständig und fleißig für die bedrohte Welt der Wildbienen
geschraubt, gebohrt, gefeilt, geölt und geschliffen habt. Wir hoffen sehr, dass ihr an euren Werkstücken im nächsten Frühjahr Wildbienen beobachten könnt. Dafür sollte der Nistkasten
witterungsgeschützt zum Süden hin ausgerichtet werden und das wichtigste ist ein gutes Pollen- bzw. Nektarangebot in eurem Garten und Balkon. Wir empfehlen heimische Pflanzen z.B. Natternkopf,
Rainfarn und Färberkamille und wilde Malve. Da 2/3 aller Wildbienen Bodenbrüter sind, könnt ihr wenn ihr Platz habt, auch eine offene sandige Stelle ("Sandarium") anlegen.
Schön war es auch , dass nach den Nistkästen mit eurer Fantasie dann
noch Kastanien- und Apfel-Kastansiern-Figuren enstanden sind - ihr ward
wirklich kreativ!
Bericht und Fotos *): T. Clemens
Der NABU Eriskirch-Meckenbeuren hatte am 27.6.2025 zur Kinderaktion im Juni eingeladen.
Thema: Kräutersalbe herstellen
Diesmal haben wir uns wieder im schönen Schrebergarten getroffen, dann ging es an Ringelblumen-Blütenblätter zupfen und ans Schnippeln des Spitzwegerichs. Anschließend wurden die Kräuter mit Öl aufgegossen und über dem Teelicht erhitzt.
Um die Wartezeit zu verkürzen gab es noch einen Abstecher in die Wiesen an der Schussen und alle waren erstaunt, wie viele Pflanzen und Kräuter man in "der Wiese vor der Haustür" ganz und gar unbekannt für uns sind. Eine neue Art konnten wir im Anschluss identifizieren - der Klappertopf, welcher übrigens auch heilende Wirkung bei Husten und Bronchitis haben soll.
Zurück bei der Salbenherstellung galt es nun die Kräuter mittels Sieb und Baumwolltuch vom Öl zu trennen. Das Öl der Ringelblumen war schön orange geworden und das des Spitzwegerichs grünlich. Mit Bienenwachs haben wir dann die nötige Konsistenz eingestellt und alles in kleine Schraubgläschen abgefüllt. Ringelblume dient der Wundheilung und Spitzwegerich lindert Juckreiz bei Insektenstichen.
Jedes Kind durfte ein Gläschen Salbe anschließend mit nach Hause nehmen.
Bericht und Fotos *): T. Clemens
Im Mai lassen sich mit Gelduld und Muße viele spannende Insekten in den Wiesen entdecken. Und um diese einen Moment lang genau beobachten zu können, bauten die Kinder einen Exhaustor. So lassen sich die Krabbeltierchen sanft in einem Einmachglas ansaugen und leicht wieder freilassen.
Das Innehalten hat sich gelohnt, wir entdeckten: einen Bienenkäfer (gefährdet), Klee-Gitterspanner (Bestand stark zurückgegangen), Schaumzikade, Beerenwanze, eine Erdhummelkönigin, eine
Ackerhummel, einen zweifleckigen Zipfelkäfer, Honigbienen, Spinnen,
Nachtfalter und eben auch viele Insekten, die sich nicht so leicht bestimmen lassen. Es ist gar nicht schlimm diese faszinierenden Tierchen nicht genau benennen zu können, in Deutschland gibt es
immerhin etwa 33.000 Arten - wichtig ist durch Beobachtung ihre Existenz wahrzunehmen und zu entdecken wie wichtig ein naturbelassene Umwelt für ihr Überleben ist.
Es war wunderbar zu beobachten, wie sich die Kinder mit wenig Anleitung und viel Natur so ausdauernd in die Insektenwelt vertieften.
Bericht und Fotos *): T. Clemens
Mit dem Biberrucksack ging es los Richtung Fischtreppe am Meckenbeurener Bach an der Schussen. Die Geschichte von Toni und Olga dem Biberpärchen begleitete uns dabei. Die
Geschichte bietet den Raum die Lebensweise der Biber kennenzulernen. Auch die Konflikte zwischen Menschen, welche die Kulturlandschaft bewahren möchten und Bibern, die mit
ihren
Natur-Bauwerken ganze Flüsse umlenken können, wurde kindgerecht thematisiert. Im Erzählkreis tauschten wir unser Wissen zum Biber aus.
Die Kinder konnten anhand von Fell, Schädel und Ton-Fußabdrücken die Größe und das Aussehen der wieder heimisch gewordenen Biber nachempfinden. Auch das Paddeln mit Schwimmflossen wurde am Bach
ausprobiert und die ersten Biberspuren wurden von den Kindern schnell entdeckt.
Anschließend ging es an der Schussen weiter wobei wir zwei Stopps zum Spielen eingelegten. Durch die Spiele konnten wir die Ernährungsweise des Bibers entdecken (rein pflanzlich) und auch welche Tiere sich im vom Biber gestalteten Revier ansiedeln. Auf dem Rückweg bestaunten alle in einem mittlerweile trocken gefallenen Entwässerungsgraben noch einmal die enorme Beißkraft und Ausdauer des Bibers bevor wir querfeldein zum Startpunkt zurück spazierten.
Bericht und Fotos *): T. Clemens
Anbei ein paar Fotos mit Eindrücken unserer letzten Aktion "Floß bauen". Ihr seid wieder fleißig und ausdauernd dabei gewesen, obwohl es ein anspruchsvolles Werkel-Projekt und das Binden der Querstöckchen auf dem Floß schon eine große Herausforderung war.
Jede und Jeder von euch hat es geschafft und am Ende eine tolles Floß gebaut und wir konnten es sie zu Wasser an der Fischtreppe lassen.
Bericht und Fotos *): T. Clemens
Wir waren nur ein kleines Grüppchen, umso mehr habt ihr euch gleich ins Zeug gelegt um im Käsbach-Ried allerlei Müll zu sammeln und zu identifizieren. Was da nicht alles dabei war: Dachpappe, Metallschrott, Unmengen an Folien, Tetrapacks und Bierflaschen. Hierbei sind noch viele Wertstoffe enthalten, die man wieder verwenden kann. Und ihr wusstest schon genau, dass Müll nicht in die Umwelt gehört, dort kann er Tiere verletzten oder sich zu Mikroplastik zersetzen. Ihr habt richtig bemerkt, dass Müll nicht einfach nur achtlos von Einzelnen weggeworfen wird, sondern auch Betriebsabfälle dabei waren.
Anschließend haben wir beim Playmobilmännchen-Vergleich und beim Müllquiz noch Spannendes über das Müllaufkommen und die Müllarten gelernt.
Beim Upcycling-Basteln also aus "Müll" kleine Kunstwerke schaffen, ward ihr auch wieder fleißig dabei - es sind so schöne kreative Insekten (und ein Fischerboot) entstanden.
Sammelt gern weiter bunte Verpackungsfolien, Kronkorken, Korken, Alu-Deckel, Eierkartons und Draht - dann habt ihr immer kostenloses Bastelmaterial für Fische, Blumen, weitere Insekten,
Fantasiewesen und Roboter.
Und wenn ihr die Umwelt wieder einmal vom Müll befreien wollt, kommt zu den Gemeindeputzeten am
Bericht und Fotos *): T. Clemens
Die Natur draußen befindet sich in ihrer Ruhepause und so starteten wir kreativ ins neue Jahr indem die Kinder für Vogel, Baum, Blume, Schmetterling und Spinne des Jahres wirklich tolle und einfallsreiche Collagen gestalteten.
Steckbriefe beispielsweise zur schwarz-rot-gelben Spanischen Flagge und zum zierlichen Hausrotschwanz bereicherten die sorgsam ausgeschnittenen und aufgeklebten
Fotos. Viel Platz bekam auch das Sumpfblutauge, die unscheinbare Moorbewohnerin deren Früchte an
kleine Erdbeeren erinnern. Genauso wie das leuchtende Laub der Roteiche. Selbst die Fischernetzspinne fand ein passendes Netz auf den Kunstwerken der Kinder.
Mit wenigen Vorgaben aber mit viel Interesse, Wissensdurst sowie Fleiß, Geduld und Hilfsbreitschaft gestalten die Kinder Ihre Arbeiten.
Es war ein schöner Nachmittag mit kleinen großen Naturfreunden des Jahres 2025. Wir danken den Betreuerinnen T. Clemens und J. Trautz.
Bericht und Fotos *): T. Clemens
Hallo liebe Kinder und liebe Eltern,
Wie immer anbei ein paar tolle Eindrücke vom Adventskranz-Basteln. Wir hoffen ihr habt euch die Unterschiede zwischen Kiefer, Tanne sowie Fichte gut gemerkt und erkennt ab jetzt
eine
Stechpalme bzw. Ilex und auch die Efeublüten, wenn ihr draußen unterwegs seid. Wir waren begeistert wie konzentriert und kreativ ihr eure Adventskränze angefertigt habt und dass ihr euch auch
nicht von den widerborstigen Haselnüssen habt abschrecken lassen.
Schön war's mit euch, wir wünschen euch eine besinnliche Adventszeit.
Bericht und Fotos *): T. Clemens
Liebe Kinder/liebe Eltern,
unten findet ihr ein paar Bilder von unserer Zeit im Brugger Wald. Nachdem wir fleißig Bucheckern, Eicheln und Lindensamen gesammelt haben, ward ihr sehr vertieft daran an einem umgekippte
Baumstamm alles Mögliche zu erforschen und auszubuddeln. Beim Eichhörnchenspiel habt ihr ganz fleißig Haselnüsse versteckt und vor allem wieder gefunden. Das Schönste für uns war zu sehen, wir
ihr euch gegenseitig unterstützt habt um im Spiel den langen harten Winter zu überstehen. Beim Bäume raten konnte jeder, der mochte, den Wald noch einmal ganz ohne zu Sehen erleben. Zum Schluss
haben wir noch ein Eichhörnchentippi gebaut und eine Fuchsbau entdeckt.
In den Becherlupen konnten wir folgende Waldbewohner für eine kurze Zeit
genauer beobachten:
Bericht und Fotos *): T. Clemens
Im NABU-Naturgarten in Dillmannshof wurde gemeinsam eine Kräuterschnecke aufgebaut und bepflanzt. Dazu gestalteten wir eine Einfassung als Trockensteinmauer und füllten diese mit geeigneter Erde, jeder durfte kräftig mitarbeiten. Da durch verschiedene Höhen, Untergründe und Ausrichtung zur Sonne unterschiedliche Standorte entstehen, konnten wir anschließend auch viele verschiedene Kräuter einpflanzen. Dabei lernten wir viel über eine naturnahe Gartengestaltung und über leckere, gesunde und heilsame heimische Kräuter.
Skizze: Prinzipskizze der Kräuterspirale, T. Clemens
Wir haben viel über das Leben der Amphibien und der Moorfrösche im speziellen gelernt. Wir konnten die wunderschönen Kaulquappen und kleinen Frösche ganz genau beobachten. Und Moritz Ott hat uns anschaulich über sein Projekt, das Einsammeln der Laichballen im März und das nun bald folgende Aussetzen der kleinen Frösche in den Mooren in der Umgebung von Ravensburg erzählt. Alle Infos dazu findet ihr auf https://moorfrosch.info/ und ihr wisst nun das gerade Amphibien stark gefährdet sind. Die Moorfrösche konnten nur durch dieses Projekt in südlichen Baden-Württemberg vor dem Aussterben bewahrt werden. Zum Schluss haben wir die Moorentstehung "nachempfunden" und haben uns beim Moorfrosch-Libellen-Spiel ausgetobt.
Bericht und Fotos *): Theresia Clemens; außer Foto Moorfrosch von Frank Leo.
Die Aufgabenstellung war: Wie aus Pflanzen Farben werden
Aus Zwiebeln, Blüten, Blaukraut, Spinat und Himbeeren werden wir tolle Farben herstellen, ganz natürlich und kinderleicht. Die Farben nutzen wir anschließend zum Bemalen von Salzteig und färben
von kleinen Baumwollwimpeln, die hergestellten bunten Ergebnisse dürfen mit nach
Hause genommen werden. Drumherum werden wir auch lernen wie die Farbstoffe in den Pflanzen gebildet werden und mit welchen Tricks wir sie besonders zum Leuchten bringen.
Nachbericht:
Am Freitag hatten wir alle Hände voll zu tun um durch Schnippeln, Häckseln und Passieren aus Teilen von Pflanzen (Blätter/ Stängel, Wurzeln und Früchten) Farbensäfte zu gewinnen. Durch Eure
fleißige Hilfe dabei und auch durch die Unterstützung am Feuer sind wir sehr gut voran
gekommen.
Es tut uns leid, dass wir die Herstellung der grünen Spinatfarbe zeitlich nicht mehr untergebracht haben, das können wir bestimmt bei einem der nächsten Termine nachholen.
Ich hoffe eure kurkumagelben, himbeerroten und blaukrautblauen Wimpel sind gut getrocknet. Trotz des zugegebenen Salzes in den Farbensäften sind diese nicht lange haltbar, ihr könnt sie einfach
über den Ausguss entsorgen, es ist alles 100% biologisch abbaubar:-).
Für viele rote und blaue Färbungen in Pflanzen (auch Himbeeren und Blaukraut/Rotkohl) ist die Stoffgruppe der Anthocyane verantwortlich. Anthocyane kommen in fast allen Pflanzen vor und haben
neben den tollen Farben vor allem den Effekt, dass Pflanzen damit die Strahlungsenergie
der Sonne in Wärme umwandeln können.
Vielen Dank auch an Doreen.
Bericht und Fotos *): T. Clemens
Liebe Kinder und liebe Eltern,
schön, dass wir eine erlebnisreiche Zeit ohne Regenschauer im Brugger Wald hatten. Ihr habt ganz fleißig
... die 78 bzw. 79 Jahresringe einer Baumscheibe gezählt
... viele Eingänge eines Dachsbaus erforscht
... ohne Scheu die Lebewesen im morschen Holz und im Waldboden entdeckt (Feenlämpchen-spinne, Steinläufer, Rollasseln, Hundertfüßler, etc.)
... das Leben im Waldteich unter die Lupe genommen (Wasserkäfer, Schwimmkäfer evtl. war es ein Kugelschwimmer, Wasserassel, Köcherfliegenlarven und Röhrenwürmer, die wie kleine Regenwürmer
aussahen)
... euch gegenseitig unterstützt, Bäume zu ertasten
... mit mir Rumpfbeuge gemacht (viel besser als ich🙂)
... Blätter & Zapfen gesammelt und bestimmt
... sogar eine Eichelhäherfeder gefunden
Es hat mit viel Freude bereitet! Wie immer im Anhang einige Impressionen und einen ganz großen und lieben Dank an meine Unterstützerin Doreen.
Schöne Grüße, Eure Theresa
Bericht und Fotos *): Theresa Clemens/NABU Eriskirch-Meckenbeuren
Zunächst sind wir los gelaufen um zu schauen, wie unterschiedlich und einzigartig die verschiedenen Knospen an den Bäumen und Sträuchern sind.
Knospen sind die geschützten Kinderstuben der Bäume und Sträucher in denen sich Blüten und Blätter im Winter verbergen.
Zusammen haben wir ganz genau hingeschaut und uns Details eingeprägt. Auf unserem Weg haben wir gelernt, Erlen von Haselnüssen zu unterscheiden, auch wenn sie keine Blätter tragen. Auch Kirschen
und Pappeln konnten wir im dichten Geäst anhand der Knospen unterscheiden. Rotbuchen, Hainbuchen, Forsythie, sogar eine kaukasische Flügelnuss (Walnussart), Kastanie und Erle konnten wir
bestimmen und kleine Zweige mit zum Basteln nehmen. Hier noch eine anschauliche Internetseite zur Bestimmung anhand von Knospen:
https://www.pflanzen-vielfalt.net/bestimmen-sammeln/baumbestimmungshilfe/knospenbestimmung/
Beim Basteln ward ihr wieder fleißig, eifrig und kreativ dabei. Nachdem ihr eure Zweige mit Knospen in die Tonblöcke gedrückt und wieder entfernt habt, wurde mit Gips ausgegossen. Zwischendurch
haben wir noch das Gittermodell vom Gips nach gebastelt und gelernt, dass Gips ein super Recyclingmaterial ist. Der Gips war noch nicht ganz gehärtet als die Zeit schon wieder rum war, ich hoffe
ihr konntet gestern zu Hause noch schöne Abdrücke nach dem Entfernen des Tons erhalten.
Im Anhang wieder ein paar Impressionen, einen ganz lieben Dank auch an meine Unterstützerinnen Elena und Eva, herzlich Grüße an euch alle, eure Theresa.
Bericht und Fotos *): Theresa Clemens
Wir haben uns auf den ältesten Sinn aller Tiere und Menschen eingelassen (mindestens 400 Millionen Jahre, als die ersten Wirbeltiere an an Land wanderten) – den Geruchssinn. Wir haben nicht ganz so alltägliche Gerüche erraten und festgestellt, dass jeder Geruch auch gleich ein Gefühl auslöst („Igitt - ekelig moderiger Pilzgeruch“ oder „Ah - so schön riecht Fichtenharz“), denn der Geruch wird in unserm Gehirn auch dort verarbeitet wo unsere Emotionen erschaffen werden.
Ihr habt ganz fleißig eure Gläschen bemalt und wart darüber hinaus aktiv mit Pinsel und Farbe. Dann haben wir uns der Zubereitung der Geruchsmaterialien gewidmet, denn die Intensität wird durch reiben, schälen, schnitzen, zerkleinern erhöht. Je mehr Oberfläche etwas hat, desto mehr Duftmoleküle werden frei und können den Weg in unsere Nasen finden.
Zum Schluss haben wir die Materialien in die Gläser gefüllt und wer den Birkenpilzgeruch nicht so mochte durfte einen Sommerduft mit nach Hause nehmen (Lavendel oder Rose). Eine Anmerkung: das Duftmemory ist nicht so lange haltbar, durch die Feuchtigkeit in den verschlossenen Gläschen kann es gerade beim Rindenmulch und dem Holunderholz zu Zersetzungsprozessen (Schimmel) kommen, daher bitte kontrollieren und ggf. über Biomüll/Kompost entsorgen.
Bericht und Fotos *): Theresia Clemens
Bei unserer Filzwichtelaktion hatten wir zwar ziemlich Pech mit dem Wetter aber zum Glück einen urigen Unterschlupf im Tipi der Naturwerkstatt Bodensee.
Wir haben feine verschiedenfarbige Schafwolle mit warmen Wasser, Seife und vor allem eurem Fleiß und eurer Geduld in kleine Filzkugeln verwandelt. Die Technik des Filzens ist schon fast so alt wie die Schafhaltung selbst (ca. 10.000 Jahre!) und hat vermutlich in Zentralasien ihren Ursprung. Durch Druck, Reibung, Wärme und Seifenwasser wird die Oberfläche der einzeln Härchen so verändert, dass sie sich fest miteinander verbinden.
Die fertigen Kugeln wurden durch viel Einsatz der Kinder sowie Nadel & Faden verbunden und auf Holzbeinchen gestellt. Weiter ging’s mit Hammer und Nägeln um für die Filzwichtel noch kleine Häuschen anzufertigen.
Nebenher haben sich alle auch um das behagliche Feuer im Tipi gekümmert, klasse!
Bericht und Fotos *): T. Clemens
Bei der Aktion "Wasser" haben Kinder im Alter von 8 - 12 Jahren gelernt, wie Grundwasser entstehen kann, indem diese mit viel Fleiß und Experimentierfreude kleine Filteranlagen aufgebaut haben. Außerdem wurde mitgeteilt, dass Grundwasser (im Erdinneren) und Oberflächenwasser (Flüsse und Seen) weniger als 1% des gesamten Wassers auf der Erde ausmachen (der Rest ist zum aller größten Teil Salzwasser und auch gefrorenes Wasser am Nord- und Südpol).
Das Filtern von selbstgemachtem Matschwasser hat in den kleinen Kläranlagen durch die verschiedenen Filtermaterialien schon super funktioniert. Neu war, dass man mit dieser mechanischen Filtration Lebensmittelfarbe und Spüli nicht aus dem Wasser entfernen kann. Beim Überlegen und Aufschreiben wofür man alles Wasser braucht, wurde erkannt, dass es auch den sogenannten virtuellen Wasserverbrauch gibt. Nämlich für z.B. Kleidung oder Nahrung, denn hier wird bei der Herstellung viel Wasser benötigt wird, was dann erst wieder gereinigt werden muss.
Bericht und Fotos *): T. Clemens
*) grundsätzlich liegen für alle erkennbaren Kinderfotos die schriftliche Erlaubnis der Eltern zur Veröffentlichung auf unserer Webseite vor.